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13.09.2010, 21:27 Uhr | Südwestpresse vom 13.09.20101
Schavan und Stolz in Illerrieden - Südwestpresse berichtet
Auf Einladung der CDU im südlichen Alb-Donau-Kreis haben sich die Ministerinnen Annette Schavan und Monika Stolz bei einem Sternmarsch in Regglisweiler getroffen, um mit Bürgern ins Gespräch zu kommen.
er Mann von den "Stuttgarter Nachrichten" ging vorzeitig. Der Ruf des vom Illerrieder CDU-Ortsvorsitzenden Siegfried Hutter organisierten Sternmarsches der beiden Ministerinnen Annette Schavan und Monika Stolz war also bis in die Landeshauptstadt gedrungen. Was den Kollegen in die Provinz führte, liegt auf der Hand: Stuttgart 21 und wie die Menschen hier in der Region darüber denken. Dass es ohne große Diskussion auf Anregung von Baden-Württembergs Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz zu einer Resolution pro Bahn im Interesse der Region und der jungen Leute, die hier wohnten, kommen würde, hatte er so anscheinend nicht erwartet. Fragen zum Zivildienst, zu Thilo Sarrazin und zur Integration schienen die Besucher mehr zu beschäftigen.

In einem leidenschaftlichen Plädoyer warb Monika Stolz im Regglisweiler Gasthof "Drei Mohren" für die Wichtigkeit des "Jahrhundertprojekts" Stuttgart 21, das verhindere, dass Baden-Württemberg irgendwann vom wichtigen Verkehrsstrom in Europa abgehängt werde und somit ins Abseits gerate. Jedes größere Projekt, das über einen Horizont von zwei oder drei Jahren hinausgehe, koste Geld. Diese Investitionen würden dann aber auch Früchte tragen. Sie wünsche sich für ihre vier Kinder und für alle jungen Leute, dass sie hier im Südwesten eine Perspektive haben.

Nicht klar sei ihr im Übrigen, "was die Gegner von Stuttgart 21 wollen?" Sie wollten einen Baustopp und seien dagegen, "aber ich sehe nicht mehr." Über 15 Jahre seien Alternativen geprüft und mit vielen Experten ein Ergebnis gewonnen worden. "Das Projekt wurde demokratisch entschieden und geprüft." Warum also dann die Proteste? "Vielleicht geht es nicht um Bäume, denn die können neu gepflanzt werden." Vielleicht gehe es, meinte Monika Stolz, "um das Infragestellen der Wertigkeit einer parlamentarischen Demokratie."

Das nationale Energiekonzept stellte Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, in ihrem Referat als einen der Punkte heraus, die das politische Berlin nach der Sommerpause beschäftigen werden. Konkret sprach sie die Verlängerung der Laufzeit von Kernkraftwerken an. Der Umbau der Energieversorgung sei nicht mehr loslösbar von den Klimaschutzzielen. Die CO2-Reduzierung sei dabei ebenso ein Leitmotiv wie die Sicherheit und die Strompreise. Das Konzept der Bundesregierung enthalte einen "zeitlichen Korridor für die Verlängerung der Laufzeiten je nach Alter der Reaktoren." Mit den Unternehmen seien Vereinbarungen über zusätzliche Investitionen in Forschung und Infrastruktur getroffen worden.

"Wir brauchen ganz neue Speichertechnologien, intelligente Netze", sagte die Ministerin. Gerade bei den Speichertechnologien stehe man noch am Anfang. Sie rechne mit zehn bis 15 Jahren bis diese ausgereift sei. Die Regierung wolle den "Durchbruch zu erneuerbaren Energien", wobei Deutschland mit seinem hohen Potenzial in diesem Bereich international auch einen Leitmarkt besetzen könne. Die Folge für Schavan: "In den nächsten 30 Jahren werden viele neue Arbeitsplätze entstehen."

Zweifel merkte der stellvertretende Dietenheimer CDU-Vorsitzende Jürgen Gerster an: "Die Energiewende schaffen wir nicht so schnell." Seiner Meinung nach könne der Bedarf in den nächsten Jahrzehnten mit alternativen Energien nicht gedeckt werden. "Die Energiepreise sind immer höher geworden", erinnerte Dietenheims CDU-Chef Klaus Merkle. Hinsichtlich der angepeilten Elektroautos fürchtet er eine weitere Erhöhung der Strompreise, denn "da brauchen wir noch mehr Strom."

Auf die Notdienstversorgung im Grenzbereich zwischen Baden-Württemberg und Bayern fokussierte der ärztliche Leiter des Notarztstandorts Illertissen, Dr. Alfred Milz mit dem Beispiel: Herzinfarkt in Illerrieden. Es könne doch nicht sein, dass der Notarzt 20 Kilometer weit fahren müsse, nur weil der 500 Meter weiter praktizierende Kollege aus Bayern nicht Patienten aus dem Württembergischen behandeln dürfe. Der Mediziner gab zu bedenken, was es allein an wertvoller Zeit koste, bis die Rettungsstelle - Illerrieden mit seiner gleichen Vorwahl wie Vöhringen landet automatisch im Bayerischen - den dafür Zuständigen verständigt habe. Das seien Probleme, "die lösbar sind, aber nicht gelöst werden."


aktualisiert von Thomas Bug, 13.09.2010, 21:29 Uhr
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